Die Geschichte vom Freundschaftsspiel Köpenick vs. VfL Lichtenrade

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Vor etlichen Jahren beschlossen einige Menschen, dass es an der Zeit war, in Köpenick wieder eine Korbball-Freizeitmannschaft aufleben zu lassen. Nach vielen Monaten reichte es den jungen Männern und Frauen sowie älteren Damen und Herren jedoch nicht mehr aus, einmal wöchentlich nur zum Spaß Korbball zu spielen. Nein, sie wollten sich ab und an auch mit ihresgleichen aus anderen Teilen der großen Stadt messen. Als Gast bei oder Gastgeber für Mannschaften aus den fernen Ortsteilen wie Karlshorst, Friedrichshagen und Kreuzberg waren sie in unterschiedlichsten Zusammensetzungen immer motiviert, einsatzfreudig, leidenschaftlich, sportlich fair und irgendwie ... sieglos. Sie wurden mutlos und wollten sich nie wieder mit anderen messen.

Da sich in der Erinnerung aber vieles verklärte und die Älteren unter ihnen vielleicht auch etwas vergesslicher wurden, kam der Wunsch, ein Freundschaftsspiel zu bestreiten, doch noch einmal zum Tragen. Der Kontakt war schnell gemacht, jedoch erst nach längerem Vorlauf ein Termin gefunden. Die Vorfreunde stieg von Tag zu Tag. Dann, am Freitag, den 03.06.2016 um 20.30 Uhr in der Mittelheide war es endlich soweit. Unter hervorragenden Rahmenbedingungen (elektronische Anzeigetafel, ausreichend Sitzbänke, professionelle Erwärmung, pünktlicher Gegner, kein Schiedsrichter, stark temperierte Halle, warmes Wasser, staubiger Hallenboden) sollte DAS Spiel ENDLICH stattfinden. Eigentlich schien alles perferkt.

Zu perfekt. Bereits das gemeinsame Bumpspiel endete für das Heimteam wie ein schlechtes Omen. Spieler, die sonst mit geschlossenen Augen den Ball sicher im Korb platzieren, warfen Backsteine. Folge: die Plätze 1-3 für Lira. Dann das Match. Fünf gegen Fünf. Vier mal zehn Minuten. Duchlaufende Zeit. Zonenverteidigung. Der Sprungball ging in Köpenicker Hände. Beide Teams hatten viel Ehrgeiz. Lira ließ den Ball besser zirkulieren, Köpenick wollte oftmals mit dem Kopf durch die Wand. Lira trifft die Würfe von außen sicherer, Köpenick musst sich die Punkte in Halbzeit eins hart erarbeiten.

In Halbzeit zwei ließ die Kondition auf beiden Seiten spürbar nach. Dadurch kamen Pässe nicht mehr an, Balle wurden verloren, der Schweiss lief in Strömen. Am Ende waren alle erschöpft, aber nicht kraftlos und nur eine Mannschaft wirklich glücklich. Endstand aus Sicht der Gastgeber 36:46. Na und. Für den Herbst haben sich die Beteiligten wieder grob verabredet. Diesmal im Südwesten der großen Stadt. Bis dahin haben alle Spielerinnen und Spieler aus Köpenick ihre Verletzungen auskuriert, nur noch positive Gedanken an das letzte und gute Vorsätze für das neue Spiel.
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