13. Punktspielwochenende

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Werden die BBC-Mannschaften an diesem Wochenende von Ihren Gegnern aufs Glatteis geführt? Die Wetterprognose zumindest versprach in der Nacht zum Samstag nichts Positives (Blitzeis). Schaut man aber auf die nachfolgenden Ergebnisse, war dem eindeutig nicht so (8 Siege und 4 Niederlagen bei 913:593 Punkten).

Die Mini U10 F behielt ihren sicheren Stand (9:0 Siege) auch zum Jahresabschluss. Beim DBV Charlottenburg gelang ab 10:00 Uhr ein 122:22 Auswärtssieg. Die Trainer werden im kommenden Jahr mit stärkeren Gegnern in der U11 A1 neue Anreize setzen. Zur selben Zeit begann auswärts auch die wU17 LL gegen den gleichen Gegner (DBV 1), aber natürlich in einer anderen Halle. Zur Freude aller hatten die Spielerinnen stumpfe Sohlen und dominierten damit das Spiel deutlich (90:36). Um 12:00 Uhr war Tipp-Off für die mU12 OL beim SSC Südwest 1. Nach schwerer erster Oberliga-Halbserie belohnten sich die Jungs diesmal mit einem 94:36 Auswärtssieg. Die mU14 LLB hatte 30 Minuten später Anpfiff zum Spielbeginn. Beim neuen Spitzenreiter Berliner SC (nach dem Aufstieg von ALBA 3 in die OL 2) gab es für unsere acht Jungs nichts zu holen (55:99). Um 14:00 Uhr startete die mU16 BZB zu Hause gegen die 3. Mannschaft des TSV Spandau 1860 und gewann am Ende deutlich mit 110:15. Ebenfalls positiv im Trend liegt die mU16 LLA. Gegen die Basket Dragons Marzahn mix gab es zum Jahresausklang mit dem 123:75 Sieg ein richtiges Ausrufezeichen. Ausgerutscht sind unsere Herren in der Landesliga B. Im Heimspiel gegen die SG Pankow 1 unterlagen sie erstmals seit 7 Spielen wieder nach Punkten (74:78).

Am Sonntag stand als Erstes (9:30 Uhr) die Mini U11 F auf dem Hallenparkettboden. Durch den Sieg beim SSC Südwest (79:49) wurde es ein schöner Jahresabschluss für alle Beteiligten. Zur Mittagszeit begann das Heimspiel der Mini U8. Gegen treffsicherere Gäste des VfL Lichtenrade lieferte man ein gutes Spiel ab (18:35). Ebenfalls einem Besseren geschlagen geben musste sich die Mini U10 A2 mix. Die Gäste des TSV Rudow mix gewannen mit 31:73. Die mU12 BZ musste beim Tabellennachbarn Alba Kollwitzplatz 5 antreten. Hierbei handelt es sich um ein Team der Grundschule am Kollwitzplatz, welche seit einigen Jahren ihr Sportprofil in Kooperation mit Alba Berlin ausbaut. Zu siebend brachte die BBC-Mixmannschaft den Sieg sicher nach Hause (58:48). Ebenfalls erfolgreich in der Fremde war die mU14 BZA beim SV Empor Berlin (59:27).

In Vorfreude auf das Vereinsweihnachtsturnier am kommenden Samstag verbleibt mit freundlichen Grüßen
<KW>


Ein kurzer Bericht über ein Wochenende in der Halle an dem man trotzdem keinen Einfluss auf das Spiel nehmen kann. Oder wie ich es nenne:

Die Leiden des jungen T(rainer)
Schon die zweite Woche konnte ich nun also nicht selber meine Teams coachen und war somit zum zuschauen verurteilt.

Mein erster Dank geht an meine Trainerkollegen, die meine Spiele übernommen haben und zum größten Teil auch sehr erfolgreich waren. Die Bilanz dieses Wochenendes von den Teams, die ich derzeit trainiere, aber an den Wochenenden nicht coache, beträgt 5 Siege bei einer Niederlage.

Mein Zuschauerwochenende begann früh am Samstagmorgen. Die wU17 hatte ihr erstes Spiel in der neuen Landesliga. 10 Uhr Spielbeginn in Charlottenburg bedeutet auch immer das Risiko, nicht ganz ausgeschlafene Sportlerinnen in der Halle vorzufinden. Das Spiel entwickelte sich von Beginn an sehr positiv. Ich konnte mir einige schöne Spielzüge von der Tribüne aus ansehen und abgelenkt von ständigen Kommentaren (welche ich nicht bringen darf) wurde ich durch die Aufgabe des Scoutings des Spieles. Dieser Bitte bin ich gerne nachgekommen und durfte mich am Ende über ein entspanntes 90-36 freuen. Das Wochenende hatte also stark begonnen.

Anschließend fuhr ich in unsere Heimhalle im OSZ, wo 2 Spiele der U16 anstanden. Die bisherige Saison der U16 lässt sich als ausbaufähig bezeichnen. So hieß es also mal schauen, wie die Gegner sind und was wir selber liefern können.

Im ersten Match spielte die Bezirksliga gegen eine Rumpfmannschaft aus Spandau. Es deutete sich schnell an, dass wir das Spiel hoch gewinnen werden, also hätte ich mich doch eigentlich genüsslich zurücklehnen und das Spiel genießen können. Doch da weit gefehlt. Die Truppe, die von Ersatzcoach Benni super betreut wurde, spielte mit vielen Fehlern. Wir nahmen das Spiel dann zu locker und hielten keine Absprachen ein. Teilweise glaubte man, machen zu können, was man wollte auf dem Feld. Es war echt schwer für mich, von außen keine Kommentare zu geben. Das meiste sagte aber Benni schon zu euch. Wir gewannen das Spiel sicher und deutlich mit 110-15. Die unerfahreneren Spieler konnten viel spielen und machten auch viele Punkte. Nichtsdestotrotz sollte man sich auch in solchen Spielen an Disziplin halten und gerade, wenn man als Team selber nicht so erfolgreich bisher war, darf man nicht anfangen, überheblich zu werden.

Im zweiten Spiel der U16, welches die Landesliga gegen die Basket Dragons aus Marzahn bestritt, erwartete mich ein engeres Spiel. Also gab es auch die nächste Herausforderung, ruhig und ohne Kommentare ein Spiel zu schauen und keinen Einfluss nehmen zu dürfen. Das von Roman gecoachte Team begann offensiv sehr stark und mit einer richtig guten Trefferquote. So konnten wir uns ein wenig absetzen. Von meiner Position aus konnte ich großteils zufrieden damit sein und brauchte mir auch nicht zu sehr auf die Zunge beißen. Wäre da nicht die andere Seite des Spieles gewesen. Die Verteidigung. Es hatte schon so ein wenig den Anschein, dass diese nicht auf dem Spielplan der Jungs stand. Zu viele Punkte wurden dem Gegner erlaubt und somit war das Spiel die ganze Zeit über offen. Am Ende gewannen wir das Spiel aufgrund unserer besseren Offense mit ca. 110-85. Auch hier. Wir werden nicht immer auf Artur und seine Kreativität zurückgreifen können. Jeder einzelne von euch kann mehr und vor allem defensiv. Ihr habt jetzt mal wieder ein Spiel mit mehr Punkten gehabt. Traut euch auch in den nächsten Spielen offensiv mehr zu und arbeitet defensiv härter. Dann werden die Ergebnisse zwar nicht so hoch, aber gewinnen könnten wir dennoch.

Zum Abschluss des Samstags schaute ich mir dann noch das Herrenspiel an. Auch hier hielt ich mich an die Vorgabe, nichts (laut) zu sagen. Es war ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel. Die Führung wechselte häufig und am Ende blieb sie leider auf der falschen Seite der Anzeigetafel. Pankow gewann und ich hatte die Erkenntnis gewonnen, dass es einfacher ist, nichts zu sagen, wenn man nichts mit der Betreuung der Mannschaft zu tun hat.

Der Sonntag ging wieder früh los. 9.30 Uhr war Spielbeginn für die U11F in der Barbarastraße bei Südwest Berlin.  Dieses Spiel wurde von Ines Pätzolt übernommen und am Ende auch sicher gewonnen. Ich durfte auf meiner Tribüne mal wieder nichts sagen und das ist umso schwerer, wenn man doch so viele Sachen sieht und die Hinweise an die Spieler weitergeben möchte. Ich denke, die Eltern, die neben mir saßen, mussten einiges ertragen, denn denen habe ich meine Gedanken dann immer wieder erörtert. Sorry dafür :-). Zum Spiel an sich ist noch zu sagen, dass die Halle rutschig war und wir damit keine guten Cuts laufen konnten. Ja das habe ich von der Seite auch gesehen, aber dennoch kann man die Positionen wechseln. Wir spielten dennoch ordentlich zusammen. Die Geschwindigkeit unserer Aktionen könnte sicher noch um einiges höher sein und die Schärfe der Pässe straffer, aber die Gedanken sind schon recht gut und wenn wir in der Verteidigung unsere Füße noch etwas schneller bewegen, dann werden wir weiterhin erfolgreich sein. Endergebnis 79-49.

Am Mittag fand das Spiel der U8 statt und leider schaffte es das Team auch diesmal nicht, den Sieg nach Hause zu bringen. Es wurden einige schöne Körbe erzielt, aber leider machte der Gegner doch noch mehr. Wir waren nicht aggressiv genug. Wir müssen dem Gegner den Ball wegnehmen und wenn wir ihn haben, dann sollten wir ihn auch erstmal sichern. Dennoch wieder waren deutliche Fortschritte zu sehen und mehr und mehr nehmen auch alle Spieler am Spiel teil. Wenn wir irgendwann mal vollständig sind, vielleicht gewinnen wir dann am Ende auch mal diese Spiele.
Das letzte Spiel „meiner“ Mannschaften fand dann mal ohne mich statt. Die U12 Bezirksliga gewann ihr Spiel gegen Alba. Das Ergebnis freut mich und ich muss sagen, das war das entspannteste Ergebnis des Wochenendes, denn ich war selber nicht vor Ort.

Ich bin am Ende der letzten beiden Wochenenden, an denen ich nichts coachen durfte, zu der Erkenntnis gekommen: Es ist einfacher auf der Bank zu sitzen und Einfluss aufs Spiel nehmen zu können, als auf der Tribüne zu sitzen und zu schweigen.  Ich brauche die Emotionen und will das Spiel mitleben. Das kann ICH nicht in Ruhe und daher hoffe ich, demnächst wieder meinem Job nachgehen zu dürfen. Coachen.
<Florian>