Geschichten von der Freizeitmannschaft

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BBC vs. ALBA

Wer sich erinnert oder in den Archiven des BBC 90 stöbert, weiß noch, dass sich in grauer Vorzeit einige Menschen mit dem Ziel zusammentaten, in ihrer Freizeit in Köpenick dem Korbball-Sport zu frönen. Dabei hatten Sie immer wieder die Möglichkeit, die Kräfte mit anderen Gleichgesinnten aus der großen weiten Stadt zu messen. Sie stellten sich immer als nette Gastgeber oder Gäste für all die Karlshorster, Friedrichhagener, Kreuzberger oder Lichtenradener heraus, hatten Spaß am Spiel und ließen die "Punkte" immer bei ihren Gegnern. Deshalb den Mut zu verlieren oder den Kopf hängen zu lassen kam jedoch nie in Frage.

Nachdem nun knapp ein Jahr ins Land gegangen war, ergab sich die Chance, neue Menschen aus der Mitte der Stand kennenzulernen, die sich ebenfalls unter dem Dach eines großen Vereins mit einem bekannten Wappen auf der Brust zusammengefunden hatten, um dem Korbball zu huldigen.

Am 23.05.2017 fand in der Knaakstraße das erste Aufeinandertreffen statt. Nach mannschaftlicher Erwärmung und gemeinsamen Dehnübungen war gegen 21.00 Uhr Sprungball. Die Bedingungen in der Halle (trocken, angenehm temperiert und mit elektronischer Anzeigetafel) waren gegenüber außen (Dämmerlicht, Sturzregen mit Blitz und Donner) deutlich besser. Sogar für einen Schiedsrichter wurde gesorgt. Mit einem Wort: perfekte Rahmenbedingungen.

BBC vs. ALBA Spielanzeige

Das Spiel wie immer Fünf gegen Fünf. Vier mal zehn Minuten. Die Randberliner (Andre M., Derek, Dirk, Isabell, Karsten, Marco M. und Michael) bekamen für ihre kräftezehrende Zonenverteidigung Unterstützung vom Gastgeber (Dank an Ole und Sebastian), während die übrigen zehn Bewohner aus der Mitte der Stadt eine kräfteschonende Mann- bzw. Fraudeckung spielten. Mit Spielbeginn war zu sehen, dass Training und Spiel zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. Auf beiden Seiten mit hoher Intensität, dem Gegenspieler keine freie Position zugestehend oder einfache Würfe zulassend, vielen Fehlpässe, Ballverluste als auch verpassten Würfen. Und am Ende durften sich die Menschen aus der Turnhalle am Rand der Stadt über ihren ersten Sieg (44:30) freuen. Danach gingen Teile beider Mannschaften noch gemeinsam zu einer Nachbesprechung in eine Schankwirtschaft in der Nebenstraße. Hierbei wurde auch darauf geachtet, den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen.

Beim nächsten Mal wird alles besser. Unter diesem Motto verabredete man sich gleich zu einem Rückspiel am Stadtrand noch vor dem Sommer. 
 
Am 07.07.2017 sollte dieses in der Mittelheide stattfinden. Aber der Wettergott und das Gebäude hatten etwas dagegen. Nachdem die ersten gegen 20.00 Uhr an der Halle eintrafen, stellte man fest, dass der Starkregen vom Nachmittag eine Hälfte des Hallenbodens geflutet hatte. Somit hieß es improvisieren. Aber nicht mit Badehose und Geräten das Wasser absaugen, sondern (alternativlos!) eine neue Halle organisieren. Zum Glück hat der BBC noch einen Standort um die Ecke in der Kaulsdorfer Straße. Der Schlüssel war schnell organisiert (Dank an Bärbel und Jan), die Halle frei, das Equipment aufgebaut und die Spieler umgeleitet (Dank an Kay). Sogar aus der Schiedsrichtergarde des BBC gab es Unterstützung (Dank an Marten). Es konnte also losgehen.

ALBA vs. BBC

Die Randberliner (Dirk, Isabell, Jakob, Jens, Karsten, Kay, Marco M., Michael und Norman) wieder in der Unterzahl gegenüber zwölf Menschen aus der Stadtmitte. Ist aber auch kein Wunder, da wohnen statistisch gesehen einfach mehr Menschen pro m². Gleiche Rahmenbedingungen wie beim ersten Spiel. Gleiche Intensität. Wer bei den Sprüchen  "sich auf den Füßen stehen", "der hängt mir im Nacken", "jemanden auflaufen lassen", "kräftig zupacken" oder "sich einfach mal unterhaken" bisher noch keine Beispiele vor Augen hatte, hätte einfach nur zuschauen müssen. Natürlich kam niemand wirklich zu Schaden. Am Ende eines engen Spiels zweier Mannschaften auf Augenhöhe hatten die Gastgeber wieder die Nase vorn (33:30).

Nachdem sich das Umkleiden ziemlich in die Länge zog (bei einer Dusche pro Kabine aber auch kein Wunder), fiel die gemeinsame Nachlesen leider aus, obwohl es sicherlich viel zu besprechen gegeben hätte. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ein Rückspiel zum Rückspiel zum Hinspiel ist schon lose vereinbart und wird sicherlich auch stattfinden. Bis dahin allen Stadtbewohnern einen schönen Sommer.
<KW>