Endbericht

Veröffentlicht am .

Es ist vollbracht. Auch der dritte und damit letzte Durchgang der Sommercamps 2015 ist im Kasten. Direkt aus dem Bus entsteht nun der letzte Bericht zu den letzten zwei Tagen. Sieben Tage vollgepackt mit Training, Spaß und Schlaf liegen nun hinter uns und wir haben keine Verletzten zu verzeichnen. Das ist wirklich sehr erfreulich.

Doch so ganz ohne Blessuren kommen die Kids, aber auch wir Coaches, nicht zurück nach Berlin. Jeder einzelne von uns sieht, egal an welchem Körperteil, aus wie ein Streußelkuchen. Zerstochen von gefühlt einer Million Monstermücken bringen wir eher ungewollte Mitbringsel mit.

Aber nun doch noch einmal zurück zum gestrigen Tag. Es war der letzte wirklich sportliche Tag gespickt mit zweimal Training in der Halle. In der Vormittagseinheit versuchten sich die Kids mit den letzten Kraftreserven an den Themen Help-Side und Shell-Drill. Es wurde jedoch sehr früh sichtbar, dass die Aufmerksamkeit nicht mehr wirklich vorhanden war. Trotzdem war Headcoach Florian noch einmal zufrieden mit dem, was die Kids da auf dem Court zeigten.

Nach dem Mittag und der wohlverdienten Mittagspause ging es das letzte Mal ans Wasser. Ziemlich kühl war es, doch das störte vor allem die kleinen Jungs und Mädchen gar nicht. Schnell die Brust nass gemacht, Anlauf genommen und ab mit Tempo ins Wasser. Die Algenplage hatte sich in den letzten Tagen gelegt, jedoch erfreuten sich nun die Quallen daran, die Ostsee für sich zu gewinnen. Die Frage stellte sich nun, was denn angenehmer war.

Schnell die Sportsachen geschnappt und zu 17 Uhr zurück in die Halle zur allerletzten Halleneinheit. Es wurde ein sehr witziges Training mit Elefantenrennen und diversen Teamspielchen. Ich hatte während der Trainings so einiges auf Video aufnehmen können, was dann am Abend zur allgemeinen Erheiterung vor dem großen Fernseher beitrug.

Nach dem Abendbrot durften alle noch einmal in Ihren Teams für die Gruppenaufgaben üben, denn Freitagvormittag sollten dann die Aufführungen stattfinden. Bevor jedoch der letzte Tag anbrach, durften diejenigen, die wollten, noch das Fussballspiel von Borussia Dortmund anschauen. Und Dank unseres kleinen Mädchen habe ich jetzt ein "taubes" rechtes Ohr.

Nun war er da, der letzte Tag, und leider durften wir nicht mehr in die Halle, also war der Vormittag für die Gruppenaufgaben angedacht. Jede der vier Gruppen bekam jeweils ein Thema.
1. Gruppe -> auf einer einsamen Insel
2. Gruppe -> im Stadion / in der Halle bei einem Spiel
3. Gruppe -> beim Konzert
4. Gruppe -> im Freizeitpark

Die erste Gruppe nahm alle mit auf eine kleine Schatzsuche. So wurden diverse Hinweise auf dem Gelände versteckt. Am Ende wurde der Schatz gefunden und es gab für alle Schatzsucher einen kleinen süßen Snack.

Mit der zweiten Gruppe ging es auf den Fussballplatz. Dort bekamen wir eine Cheerleader-Vorführung und ein kleines Wasserbombenrugby.

Gleich darauf folgte die Vorführung der dritten Gruppe. Sie entschieden sich für "Rügen sucht den Superstar". So bekamen wir eine "super" Tanzvorführung, eine Vollplayback-Gesangseinlage zu Andreas Bourani und eine zum Mitmachen animierende Einlage zu "We will rock u". Das Gesamte wurde moderiert von unserem Kai.

Last but not least nahm uns die vierte Gruppe pantomimisch mit in den Freizeitpark. Mit der Achterbahn rasant hoch- und runterfahren, beim Büchsenwerfen den Hauptgewinn erzielen und am Ende noch ein kleines Wissensquiz.

Es war ein wirklich gelungener Abschluss im Jugenddorf Wittow. Pünktlich um 13.07 Uhr verließ unser Bus das Gelände auf Rügen und landete überpünktlich um 17.10 Uhr wieder in Berlin.

Dieses war nun mein letzter Beitrag zu den Sommercamps 2015. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die diesen Sommer mit dabei waren. Ihr habt alle super mitgezogen. Einen ganz großen Dank an Coach Florian, der drei Wochen lange verucht hat, alles aus den Kids herauszuholen, auch wenn die Voraussetzungen nicht immer die besten waren. Auch ein Dankeschön an Coach Ronny sowie den beiden Betreuerinnen Janin und Charly.

Persönlich möchte ich mich noch bei allen Kids aus dem letzten Durchgang bedanken. Es war super angenehm mit Euch und hat echt Spaß gemacht.

Bis zum nächsten Sommer,
Eure Julia

Bergfest

Veröffentlicht am .

Die Halbzeit haben wir geschafft und die Zeit, bis es wieder nach Hause geht, wird auch immer kürzer. Heute stand für die Kleinen unter uns zweimal Hallentraining und für die Großen dreimal Hallentraining auf dem Tagesplan. Doch bevor die erste Trainingseinheit starten konnte, hielt es einige wie jeden Morgen nicht in ihren Betten. So war Zimmer 1/1 mal wieder das erste Zimmer an den Tischtennisplatten. Und nur zur Information: es war erst 8 Uhr.

Nach und nach kamen dann auch die anderen aus ihren Zimmern und wir konnten pünktlich mit dem Frühstück beginnen. Getreu dem Motto "und täglich grüßt das Murmeltier". "11 Uhr umgezogen in der Halle" lautete die Anweisung für alle und schon konnte es losgehen. Doch bevor es richtig losging, hatten wir Coaches uns noch eine kleine Gruppenarbeit für den letzten Vormittag ausgedacht. Vier Gruppen á sechs Mitgliedern bekamen die Aufgabe, aus ihrem ihnen vorgegebenen Thema etwas zu gestalten. Egal ob musikalisch, als Pantomime, als Theaterstück oder was auch immer... Sie haben in allem freie Hand.

Nun ging es aber richtig los und es wartete eine wirklich sehr intensive Kraft-/Schnelligkeiteinheit. In kleinen Gruppen hatte jeden der Ergeiz gepackt und so entwickelten sich, unter lauten Anfeuerungen, packende Wettbewerbe. Für die Großen ging es dann die letzten 45 Minuten noch einmal in den Geräteraum. So langsam wurde der erste Muskelkater in den Oberschenkeln bemerkbar.

Doch schon ziemlich erschöpft schleppte man sich zum Mittagessen. Diesmal gab es Geschnetzeltes mit Reis und Gurkensalat. Ich persönlich fand es endlich mal so richtig lecker. Danach hieß es, ab in die wohlverdiente Mittagsruhe. In der Zwischenzeit hatten die Großen die Chance, sich der Aufgabe Nachtwanderung am Mittwochabend zu widmen. Wir Coaches waren schon sehr gespannt darauf, was sie daraus machen würden.

Nachdem die Mittagspause beendet war, konnte jeder noch tun und lassen, was er wollte, bevor es um 16 Uhr wieder in die Halle ging. Defense und Automatics waren Hauptschwerpunkt in dieser Einheit. Gar nicht so einfach auf so engem Raum. Aber trotzdem wurden die ersten Schweißperlen und Schweißflecke an den Kids sichtbar, so dass es ja doch recht anstrengend war.

Nach dem Abendbrot mit einer sehr komischen, nennen wir es Kartoffelbreisuppe mit Bockwurst, gab es für die 2004er einen freien Abend und die älteren Campteilnehmer trafen sich noch einmal zum gemeinsamen Miteinander in der Halle.

Tag 5

Heute stand ein bisschen Kultur auf dem Programm. Doch bevor wir uns dem 8,7km Fußmarsch zum Kap Arkona zuwenden konnten, war der Vormittag noch gespickt mit Training in der Halle. So langsam machten sich auch Erschöpfung und Müdigkeit bei allen bemerkbar. Die freiwillige Bereitschaft, die angesagten Übungen vorzumachen, waren nicht mehr so voller Elan, wie die ersten Tage. Aber das ist ja auch mehr als verständlich. Der Müdigkeit zum Trotz haben wirklich noch einmal alle alles aus sich herausgeholt und sehr gut mitgemacht.

Nach dem Mittagessen zog der Tross dann los, um sich auf den Weg zum Kap Arkona zu machen. Ca. drei Stunden lagen nun vor uns, bei wirklich angenehmen Temperaturen und sogar die Sonne ließ sich ab und zu mal blicken. Vorbei an riesigen Feldern und Campingplätzen bis hin zur Steilküste ging es über Stock und Stein, hin zu den zwei Leuchttürmen. Damit auch Niemandem langweilig wird auf dem Marsch, gab es ein paar kleine Aufgaben in Gruppenarbeit zu lösen, ganz zur Freude von Stefan. Ja, wir sind keine Klassenfahrt, aber Teambuilding ist trotzdem sehr wichtig.

Kurz vor unserem Ziel gab es für diejenigen, die wollten, ein leckeres Softeis. Schoko-Vanille oder Sanddorn–Vanille standen zur Auswahl. Ich persönlich hatte mich für Sanddorn–Vanille entschieden, das war super lecker und für nur 2€ die große Portion auch wirklich preiswert. Die letzten Hürden bis zu den Leuchttürmen wurden auch gemeistert und so ging es mit der Bimmelbahn zurück zur Bushaltestelle, denn der Rückweg durfte mit Bus angetreten werden.

Erschöpft zurück im Camp gab es auch recht bald Abendbrot. Die Begeisterung war bei fast allen riesig, denn es gab Eierkuchen mit Zucker und Zimt. Die zwei Köche in der Küche kamen mit dem Nachlegen gar nicht hinterher. Rasch noch eine schnelle Runde in die mit 17 Grad wirklich kalte Ostsee und dann war auch dieser Tag fast geschafft. Ich sage nur fast, denn heute Abend stand die Nachtwanderung auf dem Programm. Den Kids haben wir vor dem Schlafengehen erzählt, dass sie sich lange Sachen zurechtlegen sollen, denn wir wollen morgen Frühsport machen. Hat alles super geklappt.

Nach der ersten Halbzeit des Fussballspiels zwischen Leverkusen und Lazio Rom ging es für alle ins Bett. Pünktlich um 23 Uhr wurden die Kleinen dann von Feli, Carla, Florian und mir geweckt. Der eine oder andere war schon fest am Schlafen und war kaum wach zu bekommen. Obwohl es niemand zugeben wollte, war es ziemlich unheimlich auf dem Weg zum Wasser und durch den Wald. Plötzlich sprangen Martin und Kai aus dem Gebüsch oder ein Luftballon knallte. Ungefähr 20 Minuten ging es rund um unser Gelände über Stock und Stein. Müde und erschöpft ging es dann pünktlich um 24 Uhr wieder zurück in die Betten. Fast allen hat es super gefallen und natürlich hatte sich keiner der Kids erschrocken. ;-)

Ein großes Lob und ein riesen Dankeschön an die älteren Jungs & Mädels für die wirklich gelungene Nachtwanderung. Habt ihr toll gemacht.
<Julia>

Tage 2 und 3 in Wittow

Veröffentlicht am .

Tag 2

Los ging es mit einer Runde Lauf ABC auf dem Bolzplatz hinter dem Haus. Anfersen, Kniehebellauf, Abrollen...alles, was das Herz begehrt. Gleich danach zog der Tross weiter an den Dühnenaufgang, wo wir ein paar Übungen zur Balance, Koordination und zur Schnellkraft machen konnten. Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, ging es direkt in die Halle zum gemeinsamen Hallentraining.

Leider wurde schon in den ersten Minuten deutlich, dass die Halle für 24 Kids einfach viel zu klein ist, um effektiv zu arbeiten. Trotzdem konnten wir die Einheit mit intensiver Technikarbeit (Wurf & Dribbling) füllen. Auch wurden die ersten Schweißperlen auf der einen oder anderen Stirn sichtbar.

Schon ein wenig geschafft gab es dann Mittag. Auf dem Speiseplan stand für den heutigen Tag Eier mit Senfsauce und Kartoffelbrei. Naja, vielleicht nicht ganz das perfekte Essen für die Kids. Aber wenigstens der Kartoffelbrei fand bei allen Kids den Weg in den Magen.

Na dem Mittagessen ging es zur Mittagpause. Zu unserer Coaches Überraschung waren alle Zimmer sehr diszipliniert und ruhig. Es fielen sogar ein paar Augenlieder zu. Aber "Nein Julia, wir sind nicht müde!" waren so einige Ansagen vor der Mittagspause.

Nach der Mittagspause ging es für diejenigen, die wollten, an die Ostsee, um sich in die Fluten zu stürzen. Im Gegensatz zum Vortag war der Algenteppich auch im Wasser noch größer geworden, aber das störte unsere Kleinen und großen Rabauken gar nicht. Mutig in die Wellen gestürzt und Wellenbrecher gespielt, solange bis der Coach sie alle wieder aus dem Wasser gepfiffen hat. Noch schnell die Taschen der Badehosen von den Algen befreien und ab zurück ins Dorf.

Pünktlich um 16 Uhr war für die Großen auf dem "Freiplatz" ein bisschen Training angesagt, bevor die Kleinen um 17 Uhr Trainingsbeginn hatten. Startklar und bepackt mit dem Nötigsten für die Trainingseinheit, hieß es für die Kleinen runter an den Strand. Ein paar Balanceübungen und Schnelligkeitsübungen waren Teil der ersten 45 Minuten. Zwei der Aufgaben lauteten, zu zweit zusammen und in der Schubkarre von der Startlinie rüber zur Ziellinie und nach Partnertausch zurück. Als Außenstehender, und ich denke auch Beteiligter, war es ein reines Vergnügen. Die andere Aufgabe war, sich als Krebs im Krebsgang durch den Sand zu bewegen. Diese Aufgabe meisterten fast alle hervorragend.

Danach ging es zum zweiten Teil zurück zum Hallentraining und die Großen durften mit mir an den Strand. 18:45 Uhr war dann die Nachmittagstrainingseinheit vorbei und pünktlich um 19 Uhr stand das Abendbrot auf dem Tisch. Als Warmanteil gab es dieses Mal Lasagne und wie immer Stulle mit Brot. Das Abendprogramm konnten wiederum alle individuell gestalten und so fand man den Großteil in der Tischtennishalle bei packenden Duellen.

Natürlich darf auch das berühmte "Werwolf" Spiel im dritten Durchgang nicht fehlen. In unserem improvisierten Aufenthaltsraum, dem Speisesaal, ging es bei den Großen richtig zur Sache. Lügen und Ablenken ist bei diesem Spiel stets das Hauptaugenmerk. 21:30 Uhr war für die Kleinen Nachtruhe und wirklich jedes Zimmer war überraschenderweise spätestens um 22 Uhr am Schnarchen. Zur Freude der Coaches natürlich.

Tag 3

Der gestrige Tag, und damit Tag 3, startete mit einem Geburtstagsständchen für das Geburtstagskind Max und leckeren Kirschblechkuchen. Diesen hatten die großen Mädchen noch am Morgen vom knapp 2,5km entfernten Bäcker frisch geholt. Vielen Dank dafür an Carla, Feli, Gusti, Pauli und Anne. Und der war wirklich lecker.

Leider begrüßte uns das Wetter mit dicken Wolken und Regen. Die eigentlich zum Trocknen auf die Trockenspinne und über die Geländer gehängten Sachen waren pitschepatsche nass. Zum Leid fast aller. Aber auch davon lassen wir uns nicht die wirklich gute Atmosphäre im Camp vertreiben. Egal ob Groß oder Klein, es ist wirklich ein sehr angenehmes Miteinander und es macht Spaß, mit den 24 Kids zu "arbeiten". Das nur mal als kleiner Einwurf.

Nach dem Frühstück stand um 11 Uhr die erste Hallentrainingseinheit auf dem Programm. Gemeinsames Arbeiten am Dribbling und Pass waren Hauptschwerpunkte in der ersten Hälfte des Trainings. Für die Großen war nach einer Stunde Schluss in der Halle und ich bin mit Ihnen in den Kraftraum gegangen. Ein paar Übungen für die Beine hier, ein paar für die Bauchmuskeln da und auf keinen Fall die Entspannung auf dem Crosstrainer vergessen, nicht wahr lieber Martin.

12:45 Uhr konnte dann auch hinter diese Einheit ein Häkchen gesetzt werden und das Mittagessen rief. Nudeln mit Tomatensauce gab es heute und den leeren Tellern zu urteilen, hatte es allen geschmeckt. Da das Wetter nicht so auf unserer Seite stand gestern, suchten wir Coaches eine andere Unterhaltungsmöglichkeit und so ging es mit dem Bus nach Wiek. Eine sehr sehr kleine Stadt, ca. 15 Busminuten entfernt von unserer Unterkunft, aber für einen kleinen Hafenbesuch mit lecker Eis hatte es sich allemal gelohnt.

So langsam kam auch die Sonne raus und nach einem kleinen Zwischenstopp bei Netto ging es für diejenigen, die einkaufen wollten, auf den 25 minütigen Rückmarsch zum Jugenddorf. Dort erwartete uns eine kleine Überraschung vom Geburtstagskind. Die Eltern von Max hatten für alle Mini Donuts und Mini Berliner mitgebracht. Vielen Dank noch einmal dafür.

Für die kleinen Jungs und Mädels war der Abend nach dem Abendessen dann frei und konnte frei genutzt werden. Viele fanden sich bei den Schaukeln hinterm Haus wieder oder in der Tischtennishalle. Für die Großen war noch eine Einheit Taktik und Grundlagen auffrischen angesagt. Es soll ja nicht langweilig werden. Naja langweilig ist es eh nicht, denn bei den wirklich tausenden an Mückenstichen, die wir hier über uns ergehen lassen müssen, kommen wir aus dem Jucken gar nicht mehr heraus. Vielleicht sollten wir uns mal die Mühe machen und jeden einzelnen zählen lassen.

Um 21:30 Uhr war dann für die Kleinen wieder Nachtruhe angesagt und bis auf ein Zimmer waren alle sehr Rasch ins Schlummerland gefallen. Morgen ist Bergfest und schauen wir mal, was uns noch so erwartet...
Eure Julia

Schönen guten Morgen aus Wittow auf Rügen...

Veröffentlicht am .

Das Rauschen der Ostsee, der Geruch der Algen und die ersten Sonnstrahlen... so lässt es sich doch schön Urlaub machen. Aber Moment... Urlaub... Nein natürlich nicht. Der dritte Durchgang der Trainingslager im Sommer 2015 findet dieses Jahr im Jugenddorf Wittow auf Rügen statt. 24 Kids und zwei Coaches werden die kommenden Tage hier verbringen.

Untergekommen sind wir hier in unserem kleinen Haus mit dem Namen "Haus Parchow". Acht Zimmer mit zwei bis sechs Betten stehen uns hier zur Verfügung. Die erste sehr ruhige Nacht liegt bereits hinter uns und nun warten wir auf unser erstes Frühstück, bevor es dann mit den ersten ernsthaften Trainingseinheiten losgeht.

Leider sind die sportlichen Begebenheiten nicht wirklich optimal, da die Halle mit 320 m² und nur zwei Körben nicht genügend Platz für 24 Kids bietet. Der Streetballplatz ähnelt auch eher einer kleinen Mausefalle, aber wir versuchen, das Beste aus den nächsten Tagen rauszuholen. Immerhin ist der Weg zur Ostsee nicht ganz so weit und bietet tolle Möglichkeiten, sich konditionell hervorragend auf die neue Saison vorzubereiten.

Mal wieder muss die Gruppe auf drei Herren warten, die es nicht schaffen, pünktlich zu sein. Wer nicht hören will, muss fühlen. Treffpunkt war 8:55 Uhr vor dem Haus und 9:00 Uhr hieß es dann Frühstück. 9:20 Uhr erschienen unsere drei "Grazien" etwas zerknittert beim Frühstück. "Häh... ich dachte, 9 Uhr aufstehen war angesagt." oder "Warum hat uns niemand geweckt?", das waren zwei der Aussagen, die versuchten, das schlechte Gewissen zu erleichtern. Schnell noch das Frühstücksbuffet geplündert, bevor die Köche es abräumten.

10:15 Uhr ging es dann los mit dem Training im Sand und danach wartet die Halle auf uns. Auf einen schönen ersten Tag.
<Julia>

Letzter Bericht zweiter Durchgang

Veröffentlicht am .

Von dem einen oder anderen kam nach meinen Berichten die Frage auf, wie ich es denn schaffe, die Berichte so detailgetreu aufzuschreiben. Das ist eigentlich ganz einfach. Aus dem Trainingslager bekomme ich fast jeden Abend einen Stichpunktzettel von den Kids, was sie den Tag über erlebt haben. Das sah dann meistens so aus:

  • Wir haben gut geschlafen
  • Wir wurden von Charly geweckt
  • Das Frühstück hat gut geschmeckt
  • Training: Fastbreak und Bananenlauf
  • In der Ostsee mit den Füßen, weil eigentlich Badeverbot, rote Flagge
  • Heute zum Mittagessen gab es eine komische Soße, Kartoffeln, Bratwurst
  • Mittags schlafen
  • Athletiktraining, Lauf ABC
  • Am Nachmittag kurz in die Stadt
  • Wir haben den Mädels den Basketball weggenommen
  • Wir essen noch Melone

So und so ähnlich sehen die Infos aus, die mich erreichen. Für den heutigen Bericht über die letzten Tage des zweiten Durchgangs starten wir mit den oben genannten Stichpunkten von unseren Würmern Basti und Jasper.

Wie fast jeden Morgen begrüßte uns eine freundliche Mädchenstimme, um in den neuen Tag zu starten. Charly war unsere gute Seele für den Morgen und für die nächtliche Ruhe sorgte die zweite Betreuerin Janin.

Nachdem wir das leckere Frühstück hinter uns gebracht hatten, rief auch schon die Halle für unsere nächste Trainingseinheit. Hauptaugenmerk lag dieses Mal auf dem Thema Fastbreak und unseren geliebten Bananenlauf. Für alle, die sich gerade fragen, was denn dieser Bananenlauf ist: in einem Bogen zum Korb laufen. Also den Laufweg für die Kids sehr bildlich erklärt.

Nach dem Training ging es dann wieder an die Ostsee, nur leider war auch dieses Mal die rote Flagge gehisst. Rote Flagge heißt totales Badeverbot dank des starken Windes. Trotzdem freuten sich die Füße über ein bisschen Nass.

Zurück beim Mittagessen gab es Bratwurst mit Kartoffeln und einer "komischen" Soße. Nach dem Mittagessen war der berühmte Mittagsschlaf angesagt und eigentlich trug er auch stets zur Entspannung bei.

Mit Athletiktraining ging es dann direkt in die nächste Trainingseinheit. Teil des Inhaltes war das Lauf ABC. Das ist gut für die Füße und Fußgelenke. Nur mit der Koordination der Knochen haben die einen oder anderen noch ein paar Problemchen. Ist ja auch gar nicht so einfach mit den langen Dingern am Körper.

Am Nachmittag durften diejenigen, die wollten, sich noch einmal auf den Weg in die Stadt machen. Die kleinen Jungs hatten in der Zwischenzeit riesigen Spaß daran, den großen Mädchen ihren Basketball wegzunehmen.

Langsam neigte sich auch der zweite Durchgang dem Ende entgegen und man merkte die körperliche Müdigkeit den Kids schon deutlich an. Aber nicht nur den Kids, auch die Betreuer und vor allem Coaches. Florian und Ronny waren ja nun schon zehn Tage vor Ort in Zinnowitz, da darf auch bei den Großen ein bisschen Erschöpfung erlaubt sein. Aber bei all der Anstrengung hat es sicher allen viel Spaß bereitet.

Der Mittwochnachmittag wurde kurzerhand zu einem Tischtennisturnier genutzt. Beim Tischtennisturnier hieß es nun jeder gegen jeden, da waren auch die Coaches aktiv dabei. Bei hart umkämpften Spielen rund um die Platte wurde am Ende Coach Ronny als Sieger gekürt. Herzlichen Glückwunsch. Die weiteren Platzierungen lauteten:
2. Platz Dylan
3. Platz Laura
4. Platz Florian

Der Donnerstag war noch einmal ein voller Trainingstag mit viel Schweiß und Muskelkater am Ende. Doch zur Belohnung gab es am Abend dann Leckeres vom Grill. Schnell noch die Taschen gepackt, denn bereits am nächsten Tag sollte es schon zurück nach Berlin gehen.

Nun war der letzte Tag gekommen und zur Belohnung für die doch sehr anstrengende Woche gab es das berühmte Spieletraining, wo alle Kids mit ihren letzten körperlichen Reserven voll dabei waren. Zum Mittagessen gab es dann für jeden eine leckere Pizza, bevor wir pünktlich um 14 Uhr mit dem Bus vom Gelände rollten.

Fazit von Coach Florian: Trotz der doch sehr großen und gemischten Gruppe, in der sich jeder der Kids voll reingehangen hat, konnte jeder seine individuellen basketballerischen Fähigkeiten verbessern. In einer Mischung aus Spaß und Training entstand die Woche über eine sehr angenehme Gruppendynamik.

Hiermit möchten wir Coaches uns auch noch einmal bei den beiden Betreuerinnen Charly und Janin für ihren tollen Einsatz bedanken.
<Julia>